Dienstag, 17. September 2013

[Rezension] Genau mein Beutelschema von Sebastian Lehmann



Nachdem ich euch gestern ja eine absolut großartige Empfehlung gegeben habe, werde ich euch heute ein Buch vorstellen, das so gar nicht meinem Beutelschema entsprach. Der Klappentext und die Lesprobe versprachen viel, aber ich wurde leider enttäuscht.

Genau mein Beutelschema von Sebastian Lehmann
Taschenbuch
240 Seiten
Verlag: Aufbau TB
Preis € (D): 8,99 €

Warum das so war? Lest selbst...






"Mir ist dein unbedruckter Stoffbeutel aufgefallen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Woher kommt das?" (S. 21)

Inhalt:
Mark ist Anfang 30 und lebt in Tiergarten, einem nicht so hippen Stadtteil von Berlin. Nach dem Philosophiestudium zog es ihn in die Kleinanzeigenabteilung eines Berliner Stadtmagazins, wo er seitdem einen tristen Arbeitsalltag erlebt. Auf einer Party in Neukölln lernt er eines Tages Christina kennen, eine Frau, die genau in sein Beutelschema fällt und so ganz anders als er ist - Hip(ster), beliebt und mit coolem Job. Fortan lernt er durch sie und ihren Mitbewohner Dr. Alban ganz neue Seiten an Berlin kennen - Club Mate, die Rütli Schule und No-Name Bars.
Was aber hat es mit dem Verschwinden von Hipstern auf sich? Und wieso gehört er plötzlich auch zu den Opfern? Fragen über Fragen...

Meine Meinung:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Lustiger Titel, coole Aufmachung - da bewerbe ich mich zur Leserunde - und gewinne! Jedoch hat mich der Inhalt nicht ganz so überzeugt. Benjamin Griffey würde wohl sagen: Dieses Buch hat weniger Inhalt als ein ganzes Casper-Album. Hat mich die Story bis zur Hälfte noch fesseln können und zu einigen Schmunzlern hinreißen lassen, so empfand ich den zweiten Abschnitt nur verwirrend, langgezogen und ohne zufriedenstellendes Ende. Zu viele Fragen blieben einfach offen und auch der Schreibstil konnte mich auf Dauer nicht begeistern.
Dennoch: Das Buch hatte auch sehr gute und lustige Stellen, was nicht vergessen werden sollte. Die Charaktere sind gut beschrieben. Besonders gelungen finde ich, dass Marky jeder neuen Bekanntschaft ein Pseudonym gibt. So tauchen in der Geschichte unter Anderem Kurt (Cobain), Gary (Barlow) und H.P. Baxxter auf. Songtitel als Kapitelüberschriften zu benutzen war ebenfalls eine frische Idee. Auch die Beschreibung der heutigen Jugend und Jugendkultur ist gut gelungen. Lehmann scheint zu wissen, wovon er spricht.
Der beiliegende Beutel mit Aufdruck des Buchtitels war ein schönes zusätzliches Goodie =)

Fazit:
Genau mein Beutelschema ist ein Buch, das zu Anfang zu gefallen weiß, aber ab der Hälfte stark nachlässt - genau so wie die Wirkung nach dem Genuss von Club Mate. Hipster, Science Fiction, Verwirrungen und keine Ahnung was man will. Geschmunzelt werden kann zwischendurch trotzdem immer mal.
In the End: Leider fiel der Roman von Sebastian Lehmann nicht ganz in mein Beutelschema.

Bewertung:

3 von 5 Meows!
Ein Buch, das mehr verspricht als es halten kann.
Nicht mein Beutelschema.

Kommentare:

  1. Ich habe dem Buch auch nur 3 Punkte gegeben... War insgesamt nicht so mein Geschmack. Hat mich eher verwirrt! Vielleicht war es zu neumodisch? Oder ich bin zu oldfashioned? Keine Ahnung :)

    LG Olek

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  2. Vermutlich war der Autor etwas überambitioniert.

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